Wie pflege ich meinen Vorrat, ohne alles einzutippen?
Eine Vorratsliste ist eine wunderbare Sache, ungefähr eine Woche lang. Dann kommt der erste Einkauf, den niemand einträgt, und ab da stimmt nichts mehr. Irgendwann steht die dritte Packung Kreuzkümmel im Schrank. In Superkitchen bleibt der Vorrat aktuell, ohne dass jemand tippt: Kassenzettel scannen, Kühlschrank fotografieren oder beim Durchgehen einfach aufzählen. So funktionieren die drei Wege, und das passiert dann damit.
Warum Vorratslisten sonst sterben
Weil Pflegen Arbeit ist und der Nutzen erst später kommt. Nach jedem Einkauf zwanzig Posten eintippen macht niemand, auch die Motiviertesten halten das keine zwei Wochen durch. Und eine Liste, die nicht stimmt, ist schlimmer als keine: Man vertraut ihr, und dann fehlt beim Kochen das Tomatenmark. Zwei Dinge müssen also gelten: Erfassen passiert nebenbei, und ungefähr ist gut genug.
Weg 1: Kassenzettel scannen (nach dem Einkauf)
Der Bon ist die perfekte Vorratsliste, er weiß genau, was gerade ins Haus kommt. Also: Bon glatt hinlegen, im Vorrat auf „Vorrat scannen“, fotografieren. Bis zu fünf Fotos gehen in einem Durchgang, lange Bons also in Abschnitten. Die App erkennt selbst, dass es ein Kassenzettel ist, einen Modus zum Umschalten gibt es nicht. Dann passiert das:
- Abkürzungen und Eigenmarken werden zu Alltagsnamen: „G&G H-VOLLMILCH“ wird Milch, „GOUDA JUNG“ wird Käse mit dem Zusatz Gouda.
- „2 x 1,49“ heißt zwei Stück. Der Preis wird nie zur Menge.
- Gewichtszeilen wie „0,652 kg“ landen als 650 Gramm, „KARTOFFELN 2,5KG“ als 2500 Gramm.
- Pfand, Leergut, Rabatte, Zwischensummen, Zahlungszeilen und Spülmittel fliegen raus. Nur Lebensmittel und Getränke bleiben.
Die Mengen kommen zum Bestand dazu, denn ein Bon ist Nachschub. In der Prüfansicht steht bei jedem Posten „Zuhause: 1 Liter · danach: 3 Liter“. Ihr korrigiert, was nicht passt (Name, Menge, Einheit, Kategorie), und übernehmt. Ein Scan kostet einen KI-Credit.
Tipp: Fotografiert nur den Teil mit den Artikeln. Die Zeilen mit Summe, Karte und Bonuspunkten braucht die App nicht, und was nicht auf dem Foto ist, muss auch niemand herausfiltern.
Weg 2: Kühlschrank oder Schrank fotografieren
Tür auf, Foto, fertig. Bis zu fünf Bilder pro Durchgang, denn der ganze Kühlschrank passt selten auf eins. Die KI erkennt, was da steht, und schätzt die Mengen. Hier gilt eine andere Regel als beim Bon: Für alles, was auf dem Foto ist, gilt die Menge vom Foto. Was ihr nicht fotografiert, bleibt, wie es war. Jede Zeile zeigt vorher „Zuvor: …“. Das ist der Weg für den Neustart, nach dem Urlaub oder wenn die Liste Quatsch geworden ist.
Weg 3: Einsprechen (beim Durchgehen)
Aufnahme starten, durch die Küche gehen, aufzählen wie bei der Inventur: „Zwei Dosen gestückelte Tomaten, eine halbe Butter, eine halbe Flasche Olivenöl, ein paar Äpfel.“ Zwischen den Schränken auf Pause, am Ende auf „Jetzt verarbeiten“. Die Erkennung versteht Zahlwörter, halbe Mengen (die halbe Butter ist 0,5) und vage Angaben („ein paar“ sind drei). „Milch ist alle“ landet nicht im Vorrat, das gehört auf die Einkaufsliste.
Die Spracherkennung läuft auf dem iPhone, die Stimme verlässt das Gerät nicht. Erst der fertige Text geht an die KI. Beim ersten Mal lädt das iPhone einmalig ein Sprachpaket, am besten im WLAN. Auch hier gilt die genannte Menge für die genannten Posten, und auch hier kostet ein Durchgang einen Credit.
Welcher Weg wann
| Weg | Wann | Am besten für | Mengen |
|---|---|---|---|
| Kassenzettel | direkt nach dem Einkauf | Nachschub verbuchen, ohne nachzudenken | kommen dazu |
| Foto vom Schrank | Neustart, nach dem Urlaub | Kühlschrank und Frisches, Mengen geschätzt | ersetzen |
| Einsprechen | beim Durchgehen der Schränke | Trockenvorrat und Angebrochenes („eine halbe Butter“) | ersetzen |
Und wozu das Ganze?
Der Vorrat ist in Superkitchen kein Selbstzweck, er arbeitet im Hintergrund mit:
- Jedes Rezept zeigt „X von Y Zutaten zuhause“. Ein Namensabgleich, keine Grammrechnerei, deshalb reicht ungefähr.
- Die Inspiration schlägt Gerichte aus dem vor, was da ist, und passend zur Jahreszeit.
- Die Einkaufsliste aus der Tagesplanung gleicht die Zutaten der geplanten Gerichte gegen den Vorrat ab. Was da ist, landet nicht auf dem Zettel.
- Nach dem Kochen zieht „Vorrat anpassen“ die verbrauchten Zutaten ab. Ist etwas leer, wandert es mit einem Tipp auf die Einkaufsliste.
Und wer doch mal tippt: Ab drei Buchstaben schlägt die App das Lebensmittel vor, die Kategorie sortiert sich von selbst. Wie aus dem Vorrat dann ein Wochenplan wird, steht in der 20-Minuten-Methode.
Häufige Fragen
Addiert der Kassenzettel die Mengen oder ersetzt er sie?
Der Kassenzettel addiert, denn ein Einkauf ist Nachschub. Foto vom Schrank und Einsprechen setzen die Mengen der erkannten Posten neu, alles andere bleibt. Die Prüfansicht sagt es jedes Mal dazu: „danach:“ beim Bon, „Zuvor:“ bei der Bestandsaufnahme.
Erkennt die App jeden Kassenzettel?
Die Bons der üblichen Supermärkte und Discounter liest Superkitchen mit Abkürzungen, Eigenmarken und Gewichtszeilen. Blasse Thermopapier-Schrift braucht gutes Licht. Was die KI nicht sicher zuordnet, korrigiert ihr in der Prüfansicht mit einem Tipp, bevor etwas im Vorrat landet.
Was passiert mit dem Foto vom Bon?
Es dient nur der Erkennung, Superkitchen speichert es nicht. Preise wertet die App nicht aus. Am einfachsten fotografiert ihr nur den Teil mit den Artikeln.
Was kostet das?
Ein Scan oder eine Aufnahme kostet einen KI-Credit, 30 hat jede neue Küche zum Start. Per Hand eintragen kostet nichts.
Muss ich die Mengen exakt pflegen?
Nein. „X von Y Zutaten zuhause“ ist ein Namensabgleich. Ungefähr reicht, die Prüfansicht rundet auf sinnvolle Schritte wie halbe Packungen oder runde Grammzahlen.